Tickets & Konzerte: News über Newcomer-Bands und Club-Shows aus Indie, Alternative, Pop und Rock.

Archiv der Kategorie ‘Prog-Rock’

Von: sven | 3. March. 2010, 9:06 am

65daysofstatic – Tage des Donners

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Sheffield65daysofstatic sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Obwohl man sagen muss, dass die vier Jungs aus Sheffield einem nicht wirklich entgegenkommen und erst recht keine Geschenke verteilen. Doch wer Zeit für diese etwas eigenartig anmutende Musik findet, wird für seine Geduld tausendfach belohnt. Denn unter der undurchsichtigen Oberfläche warten grandios komponierte und zu Ende gedachte Tonlandschaften. Was 65daysofstatic mit ihrem Debütalbum “The Fall of Math” 2004 begannen, haben sie mit dem bisher letzten Release “The Destruction of Small Ideas” perfektioniert: Eine sonderbare Mischung aus Post- und Math-Rock, gepaart mit Drum’n'Bass- und Electronicaeinflüssen. Mal lärmig, mal groovig, dann wieder episch und nachdenklich. Dabei fügen sich gitarrenlastige Parts (Mogwai, Explosions In The Sky) und gesampelte Off-Beat-Elemente a la Aphex Twin wundersam zusammen. Obwohl 65dos mit diesem Konzept viele Kritiker überzeugt und sogar den Weg in die britischen Charts gefunden haben, sind sie nicht von ihrer DIY-Attitüde abgerückt. Vor der Veröffentlichung des zweiten Albums ließ man zahlreiche Majors abblitzen und blieb stattdessen beim kleinen Londoner Indie-Label Monotreme. Der Weg der Sheffield-Band zeigt trotzdem steil nach oben. Nach der Session bei Musik-Institution John Peel, folgte man The Cure als Vorband durch Nordamerika. Und das Beste zum Schluss: 65dos werden 2010 auch zweimal Spektakel und Chaos nach Deutschland bringen.

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Kategorien: Alternative, Electro, Experimentell, Indie, Konzert, Noise, Postrock, Prog-Rock

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Von: nora | 26. February. 2010, 4:11 pm

Klein, aber fein - die Clubhighlights der Woche

Ok, ok, wir geben es ja zu. Die Wochenübersicht fällt diese Woche tatsächlich sehr übersichtlich aus. Da quoll in Kalenderwoche acht einfach mal das Email-Postfach über, wir hatten zwei Krankheitsfälle in der Redaktion zu beklagen und es blieben nicht genug Hände und Ohren zum Bands hören und Blog schreiben übrig. Weniger in sich haben es unsere Clubhighlights der Woche deshalb trotzdem nicht.

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Mit „Hospice“ haben The Antlers 2009 ein durchweg überzeugendes Album auf den Markt geworfen. Das Trio aus Brooklyn begeistert mit rohen und zugleich zerbrechlichen Songs zwischen typischem Indierock und sphärisch-ausuferndem Post-Rock. Mehr über Platte und Band erfahrt ihr in Svens Blogbeitrag vom Mittwoch.

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Einen persönlichen Favourite der Redaktion bot diese Woche der Free MP3-Download auf www.eventim.de/downloads. Die Australier von Karnivool haben sich mit ihrem neuen Album „Sound Awake“ (VÖ 05.03.10) selbst übertroffen und elf grandiose, facettenreiche Progressive-Rock-Perlen geschaffen. Außerdem begeistert die französische Chamber-Pop-Band Revolver im Video der Woche sowohl mit ihren Songs als auch mit fröhlicher Unterhaltung.

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Fleißig, Fleißig, Mr. Skiba! Der Sänger der amerikanischen Punk-Band Alkaline Trio ist offenbar ein waschechter Workaholic. So reichen ihm das neue Album und die laufende US-Tour seiner Band als Beschäftigung noch lange nicht aus und er arbeitet so ganz nebenbei gleich an zwei Solo-Platten. Man darf gespannt der Dinge harren, die dabei herauskommen.

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Musik aus Husum klingt eigentlich so ein bisschen, als müsste mindestens „An der Nordseeküste“ auf dem Programm stehen. Turbostaat sind allerdings weit entfernt davon, schunkelige Heimatlieder aufzunehmen. Die fünf Neu-Flensburger Jan, Rotze, Marten, Tobert und Peter setzen dann doch lieber auf textstarken Punkrock. Ein Glück!

Kategorien: Alternative, Konzert, Lauter!, Musik, Prog-Rock, Punkrock

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Von: nora | 10. February. 2010, 5:26 pm

Free MP3-Download von The Intersphere – Akustische Entdeckungsreise

The Intersphere

Hamburg – Heute wird es rockig bei unserer Free MP3-Aktion: Die vier Jungs von The Intersphere begeistern mit ihrem neuen Album “Interspheres >< Atmospheres” durch brillantes Songwriting und clevere Texte. Die Band entstammt der Mannheimer Popakademie und beherrscht es auch auf ihrem zweiten Album, Harmonien, Melodien und Grooves perfekt zusammenzufügen. “Interspheres >< Atmospheres” ist ein Gesamtkunstwerk: mal zurückhaltend sanft, mal brachial-aggressiv, textlich ausgefeilt und nie langweilig. Zum Einstieg in diese akustische Entdeckungsreise gibt es aus dem „Album der Woche“ den Song “Prodigy Composers” for free auf www.eventim.de/downloads.

Im Video der Woche erklärt Kevin Hamann aka ClickClickDecker , wie er zu seinem etwas eigenwilligen Künstlernahmen gekommen ist. Außerdem erzählt der Hamburger, warum er keine „Popstars“-Show verpasst. Ob er eine Erklärung für den Namen seines Electro-Nebenprojektes Bratze parat hat, ist nicht überliefert. Viel Spaß beim Anschauen!

Hier geht es zum Download: www.eventim.de/downloads

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Kategorien: Lauter!, Musik, Prog-Rock

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Von: kathrin | 22. January. 2010, 4:39 pm

Motorpsycho – ruppiger Indierock jenseits vom Hype

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Trondheim
– Die Werke der norwegischen Band Motorpsycho gehören sicherlich in die gutsortierte CD-Sammlung jedes Rockliebhabers. Die drei Herren, die in ihrem Heimatland riesige Erfolge verbuchen konnten, gelten hierzulande allerdings immer noch als Geheimtipp. Die Skandinavier, die 1989 als Hardrockband anfingen, näherten sich in den folgenden Jahren dem Progressive Rock und wurden mit dem Album „Demonbox“ 1993 richtig groß in der norwegischen Underground-Szene. Die dortige Musikpresse bezeichnete die Platte sogar als eines der besten Rock-Alben aller Zeiten. Fortan entwickelten sich Motorpsycho mit jedem Album weiter und entdeckten für sich immer neue Stile, wie etwa 70er Jahre Rock („Trust Us“, 1998) oder Country („The Tussler“, 1994). So gehören Motorpsycho schon längst zu einer der vielfältigsten und kreativsten Rockbands. Ein weiterer Meilenstein dürfte auch das neue Werk des Trios sein, das nur sechs Songs enthält, die sich auf 60 Minuten Spielzeit verteilen. In dem kürzlich veröffentlichten Album „Heavy Metal Fruit“ hauen Bent Sæther, Hans Magnus Ryan und Kenneth Kapstad ordentlich in die Saiten und zeigen mit ihrem 13-minütigen Opener „Starhammer“ gleich einmal, wie viel „Heavy Metal“ in ihnen steckt. Neben den schweren Riffs tauchen aber auch soulige und jazzige Momente auf, zusammen mit dem gewohnt ausgefeilten und typischen Psychedelic Grooverock. Auch ihr Gespür für Melodien beweisen die Norweger mit jedem Song neu. Zu der neuen Platte darf natürlich auch eine Tour nicht fehlen. Und so werden Motorpsycho erfreulicherweise ihr 21. Bandjubiläum ab Mai mit einigen ausgewählten Konzertterminen zelebrieren.

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Kategorien: Experimentell, Hardcore, Indie, Konzert, Metal, Noise, Prog-Rock, Rock, Rock n´Roll

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Von: kathrin | 11. January. 2010, 4:57 pm

Biffy Clyro – Hart aber Zart

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Ayrshire – Und noch eine fantastische Band aus Schottland! Aus diesem Teil Großbritanniens gingen ja schon etliche erfolgreiche Bands, wie Franz Ferdinand, Travis, Midge Ure oder die Fratellis hervor, nun dürfte eine weitere Band für große Aufmerksamkeit sorgen – Biffy Clyro. Die dreiköpfige Band, die sich 1995 in Ayrshire, nahe Glasgow formierte, spielte auf ihrem ersten Album “Blackened Sky” noch überwiegend emolastigen Indierock, veränderte aber ihren Sound dann mit den folgenden Alben “The Vertigo Of Bliss” und “Infinity Land” in Richtung Prog-Rock. Weitaus poppiger gelang Simon Neil und den Brüdern Ben und James Johnston ihr viertes Album “Puzzle”, das beim Majorlabel Warner erschien und in Großbritannien sogar Gold erhielt. Auch ihr neuestes Werk “Only Revolutions”, das im Oktober 2009 veröffentlicht wurde, zeigt eine deutliche Weiterentwicklung des Trios. Laut Sänger Simon Neil klingt das neue Album so: “The soft bits are softer, and the hard bits are harder”. Ahja. Was durchaus auffällt, ist, dass sich die Schotten diesmal ein Orchester beschafft haben. Gleich das erste Stück “The Captain” kommt bombastisch mit Bläsern, Orgeln und einem Mitsing-, oder besser gesagt Mitgröl-Part daher. Orchester plus Rockgitarren? Hört sich irgendwie nach Stadionrock an. Bei Biffy Clyro klingt’s jedenfalls nicht peinlich: perfekte Arrangements, eingängige Melodien und geniale Ideen machen das Album spektakulär.

Mit “Only Revolutions” ist Biffy Clyro eine vielseitige Platte gelungen, die tolle Rocksongs (”That Golden Rule”) und emotionale Balladen (”God And Satan”) verspricht und große Lust auf eine Live-Show des Trios macht. Wie erfreulich, dass die Jungs bald hierzulande live zu sehen sind. Nachdem Biffy Clyro im vergangenen April in Deutschland unterwegs waren und ihre Tour restlos ausverkauft war, touren die drei Herren aus Schottland im Februar mit ihren neuen Songs durch fünf deutsche Clubs. Bloß nicht verpassen!

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Kategorien: Alternative, Indie, Konzert, Prog-Rock, Rock

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Von: kathrin | 8. January. 2010, 2:27 pm

Baroness – verdammt hymnischer Hard-Rock

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Savannah/Georgia – Erst Rot, dann Blau. Die vier Herren der Band Baroness haben – wenn man die Titel ihre Alben betrachtet - anscheinend ein Faible für Farben. Nach ihrem überragenden Debütalbum „Red Album“ folgte im Oktober 2009 das nicht weniger grandiose Album „Blue Record“. Ihre Leidenschaft für Signalfarben begründet das Quartett so: „Die Farben rot und blau haben für uns eine spezielle Bedeutung und es gibt gewisse offensichtliche Verbindungen zwischen den Albumtiteln, dem Artwork und der Musik.“ (Quelle: www.demonic-nights.at). Das Artwork hat übrigens Sänger und Gitarrist John Baizley selbst entworfen. Mit ihrem aktuellen „blauen“ Album haben Baroness wahrlich ein Kunstwerk geschaffen. Die Band verknüpft metallische Sounds und preschende Riffs mit eingängigen Melodien. Ihre Songs klingen, trotz der gröhlenden Stimme von Baizley, seltsam hymnisch und melodiös und erinnern stellenweise an den Sound großer Rockbands der 70er, wie Black Sabbath oder Led Zeppelin. Ihr genialer Stilmix aus Stoner, Sludge, Psychedelic und Prog-Rock lässt Baroness viel mehr sein als eine Metal-Band. Bevor die Jungs sich wieder ins Studio verkriechen und an der nächsten, dann vielleicht grünen Platte werkeln, besuchen sie Ende Januar ein paar wenige deutsche Clubs. Für Liebhaber der etwas härteren Klänge im Stil von Mastodon, Neurosis oder Isis sind Baroness live ein absolutes Muss!

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Kategorien: Konzert, Lauter!, Metal, Prog-Rock, Sludge

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