Tickets & Konzerte: News über Newcomer-Bands und Club-Shows aus Indie, Alternative, Pop und Rock.
Archiv der Kategorie ‘Konzert’
Von: sven | 11. March. 2010, 1:48 pm
Murder By Death – Licht aus, Spot aus
Bloomington – Der Weltuntergang kann kommen, denn es gibt eine Band, die den perfekten Soundtrack dazu geschrieben hat. Murder By Death, benannt nach dem gleichnamigen 70er-Kultfilm mit Peter Sellers und Truman Capote, beschreiben ihre Musik selbst als Mischung aus „dunklem Americana und dramatischem Post-Punk“. Das Besondere der Vier aus Bloomington, Indiana, liegt in der Liebe zum Detail und der Sorgfalt der Kompositionen. Alle bisher erschienenen LPs sind Konzeptalben. Die zweite Platte „Who Will Survive, and What Will Be Left of Them?” beispielsweise erzählt vom Krieg des Teufels gegen ein kleines mexikanisches Dorf. Die Songs drehen sich um Verrat und Versuchung, das Gute und das Böse. Man denkt zwangsläufig an weite Ebenen und einsame Westernstädte. Die Harmonie dieser Musik hat ihr Fundament in den genialen Streicher-Parts der E-Cellistin Sarah Balliet und der düsteren Stimme von Adam Turla, die wohl irgendwo zwischen Nick Drake, Tom Waits und Johnny Cash liegen mag. Die Intensität dieser Musik ist greifbar. Sie ist düster, melancholisch und bedrohlich aber zugleich faszinierend, innovativ und einzigartig. Da kann es bei einem Auftritt schon mal vorkommen, dass die Band das achtminütige “Medley of Evil” als Zugabe in totaler Dunkelheit spielt. Wer sich die Gänsehaut nicht nur vorstellen, sondern sie auch live erleben will, darf sich auf die drei Deutschland-Auftritte der Band im Mai dieses Jahres freuen. Murder By Death überzeugen live ebenso wie auf Platte. Diese Band bereitet stilvoll auf die Apokalypse vor. Also, wenn alles eines Tages zu Asche zerfällt, Zombies oder der Teufel vor der Tür stehen, heißt es zurücklehnen und die Show genießen.
Kategorien: Alternative, Blues, Country, Experimentell, Folk, Indie, Konzert, Rock
Von: kathrin | 10. March. 2010, 4:54 pm
Free MP3-Download von Lapko – Aggressive Melancholie

Hamburg – Die haben echt die Ruhe weg, die Finnen. Eigentlich sind die drei Herren von Lapko schon seit 1996 als Rockband musikalisch aktiv, brachten aber bisher gerade einmal drei Alben heraus. Nach der letzten Platte „Young Desire“ 2007 erscheint im März dieses Jahres nun endlich ihr viertes Werk. Und da hat sich wohl ganz schön was angestaut. Mit ihrem neuen Album „A New Bohemia“ präsentieren Lapko elf energiegeladene, raue Alternative-Rock-Songs, die eine düstere Romantik in sich tragen. Vor allem die Falsettstimme des Sängers Ville Malja trägt zu diesem speziellen Touch bei. Das Label Fullsteam Records beschreibt die Musik von Lapko übrigens mit den Worten „Aggressive Melancholie“. Wer wissen will, wie sich das anhört, sollte sich den wohl hitverdächtigsten und eingängigsten Track des Albums, „I Shot The Sheriff“ (Nein, kein Cover des bekannten Bob Marley-Songs!) herunterladen, der als kostenloser Download unter www.eventim.de/downloads erhältlich ist.
Es ist wirklich erstaunlich, wie der Isländer Olafur Arnalds es schafft, einerseits mit einem Techno-Projekt ordentlich Gas zu geben und andererseits so wunderschöne und zerbrechliche Piano- und Streichersounds zu kreieren, die vollkommen entspannen und einen in Träume versinken lassen. Neugierig geworden? Im Video der Woche erfährst Du weitere interessante Details über den 21 Jahre alten Ausnahmekünstler.
Hier geht es zum Download: www.eventim.de/downloads
Kategorien: Alternative, Hardcore, Indie, Konzert, Pop, Psst!, Rock
Von: sven | 9. March. 2010, 6:03 pm
Mark Lanegan: Licht und Dunkelheit im Gepäck
Los Angeles – Mark Lanegan ist auf großer Solo-Europatour. Im Mai macht er mit “Acoustic Performance“ auch in vier deutschen Clubs halt. In Köln, Hamburg, Berlin und München haben Fans die Chance, mit der Grunge- und Alternative-Legende rockige Anhöhen zu erklimmen und bluesige Täler hinabzusteigen. Dabei kann Lanegan auf eine über 20-jährige Solokarriere zurückblicken. Schon 1990 nahm er sein erstes Album “The Winding Sheet“ auf. Dabei gab es Unterstützung von zwei Kollegen aus der Nachbarschaft. Deren Namen werden dem ein oder anderen vielleicht etwas sagen: Krist Novoselic und Kurt Cobain. Damals war Lanegan Sänger und Gitarrist der Screaming Trees, die zusammen mit Alice in Chains, Pearl Jam, Soundgarden und Nirvana für die Hoch-Zeit des Seattle Sounds standen. Nach der Zeit bei den Trees ging es für den Gitarristen und Songwriter weiter steil bergauf. Lanegan schloss sich Josh Homme und dessen Queens of the Stone Age an, schrieb Hits wie “No One Knows” oder “Burn the Witch“ und verließ nach fünf erfolgreichen Jahren Jahren die Palm-Desert-Band wieder. Danach folgte die mehrjährige, ebenfalls erfolgreiche Arbeit mit Isobel Campbell von Belle and Sebastian. The Gutter Twins nennt sich das aktuelle Bandprojekt von Lanegan. Zusammen mit seinem alten Kumpel Greg Dulli (Sänger der Afghan Whigs) gilt das Duo als Kombination zwei der größten Frontmänner in der Ära des Alternative-Rock. 2010 ist Lanegan nach längerer Zeit wieder solo unterwegs. Der Sänger und Gitarrist will den Fans live beweisen, dass er nichts verlernt hat. Songs von erdrückender Intensität, berührende Klang-Metaphern auf die dunklen Momente des Lebens und nicht zuletzt Lanegans markante Stimme machen ihn in vielen Kritikeraugen zu einem der bedeutendsten Rockmusiker der letzten 20 Jahre. Begleitet wird er auf seiner Europatour von dem britischen Bluesgitarristen Duke Garwood.
Kategorien: Alternative, Blues, Grunge, Indie, Konzert, Musik, Rock, Singer/Songwriter, stoner rock
Von: kathrin | 5. March. 2010, 3:11 pm
First Aid Kit – “Folcousmusic” made in Sweden

Enskede – “We aim for the hearts, not for the charts.” Diesen Satz - zu finden auf der MySpace-Seite von First Aid Kit - hat sich das schwedische Schwestern-Duo zum Motto gemacht. Und ja, das nimmt man ihnen wirklich ab! Mit ihrem Debütalbum „The Big Black And The Blue“, das im Januar erschien, können First Aid Kit vielleicht keine Charts stürmen, aber sicherlich viele Herzen gewinnen und zum Glühen bringen. Die Musik, die die Schwestern Klara and Johanna Söderberg selbst als “Folcousmusic” bezeichnen, klingt durch ihre zarten und wundervoll harmonierenden Stimmen, sowie die sehr ruhigen Akustik-Gitarrenklänge im LoFi-Style sehr träumerisch und fast elfenhaft. Den letzten Schliff geben die blutjungen Mädchen (16 und 19 Jahre alt) ihren Folk-Songs mit beeindruckend reifen Texten, bei denen man sich fragt wie die beiden es als Teenager schaffen, so authentisch über Beziehungen, Natur und Religion zu singen. Das First Aid Kid übrigens als weibliches Pendant zu den Fleet Foxes durchgehen könnten, verwundert wenig, denn bekannt wurden Klara und Johanna mit einem Coversong des bärtigen US-Folk-Quintetts bei YouTube (über eine Million Clicks!).
Nachdem First Aid Kit zuletzt die Tour der australischen Band Port O’Brien begleiteten, sind die Schwestern nun solo im April unterwegs und treffen mit ihren melodischen Songs wie „Hard Believer“ oder „Heavy Storm“ bestimmt mitten ins Herz ihrer deutschen Fans.
Kategorien: Country, Folk, Indie, Konzert, Singer/Songwriter
Von: sven | 4. March. 2010, 4:07 pm
NOFX’ Fat Mike: “Wow, ich bin gerade beraubt worden.“
Buenos Aires – Selbst den abgezocktesten Profis bleibt manchmal nur staunendes Kopfschütteln. So gesehen bei Michael “Fat Mike“ Burkett, Sänger und Bassist der US-Punkrocker von NOFX. Dieser wurde nämlich Anfang der Woche vor einem Auftritt in Buenos Aires auf offener Straße von einem Unbekannten beraubt und äußerte sich anschließend auf der NOFX-MySpace-Seite folgendermaßen: “Wenn es jemals einen guten Weg gegeben hat, beraubt zu werden, dann hab ich ihn gefunden. Natürlich will niemand ausgeraubt werden, aber wenn es doch passiert, kann ich mir keine bessere Weise vorstellen.“ Aber so komisch das klingen mag, der gute Mike ist nicht etwa verrückt geworden, sondern hat durchaus seine Gründe. Was war passiert? Als der NOFX-Basser vor dem Auftritt durch Strassen der argentinischen Hauptstadt schlenderte, machte er kurz Halt, um sein Handy zu zücken und dem Band-Kameramann eine Nachricht zu schicken. Kurz nachdem er “Send“ gedrückt hatte, glaubte er, dass ein vorbeifahrender Fahrradfahrer ihn aus Versehen angerempelt hätte und sein i-Phone dadurch heruntergefallen sei. Den Rest erzählt Mike besser selber: “Aber warte mal, er hat nicht angehalten und mein i-Phone liegt nicht am Boden. Als ich nach rechts schaue, sehe ich den Typen mit meinem Handy (mit vielen verdammten Bildern drauf, die besser nicht veröffentlicht werden sollten) in der rechten Hand. Der Typ macht sich davon und ich denke, ’Wow, ich bin gerade beraubt worden’.“ Natürlich bringt die Jungs von NOFX nichts so leicht aus der Ruhe. Deshalb zeigt Fat Mike auch ein breites Grinsen, statt sich zu ärgern oder den paar hundert Dollar hinterher zu trauern, die in der Schale des Handys waren. „Was für eine bekackt-gute Art, beraubt zu werden. Keine Gewalt, kein Trauma und keine Chance, den Typen zu verfolgen. Wirklich ziemlich cool“, fasst der Beklaute des Geschehene zusammen. Allerdings macht er dem Dieb keine großen Hoffnungen, denn das Handy sei sowieso ’locked’ gewesen. „Du kriegst aber Punkte für den Style. Ich war echt beeindruckt“.
Von: kathrin | 3. March. 2010, 4:24 pm
Free MP3-Download von Bloodlights – Power-Rock-Songs für die nächste Party-Playlist

Hamburg – Mit dem neuen Projekt Bloodlights verabschiedet sich der einstige Gluecifer-Gitarrist Captain Poon hörbar so langsam vom Schweinerock, der zu Zeiten der „Kings Of Rock“ angesagt war. Im Vergleich zum rotzigen Gluecifer-Sound klingen Bloodlights schon ein wenig weichgespült. Aber halb so wild, denn Spaß machen die neuen Songs alle Mal! Mit ihrem neuen Album „Simple Pleasures“ liefern die vier Norweger elf temporeiche Songs ab, die sich irgendwo zwischen Punk und Rock ’n’ Roll bewegen. Dabei beschränken sich Bloodlights aufs Wesentliche: eingängige Hooklines und ohrwurmverdächtige Melodien, die mit ein paar Akkorden und soliden Riffs abgerundet werden. Das die Songs mit diesem einfachen Rezept sicherlich die eine oder andere Party ordentlich rocken können, beweist der Power-Song „Blasted“, den ihr kostenlos zum Download unter: www.eventim.de/downloads bekommt.
Die Newcomerband Auletta könnten die deutsche Antwort auf Franz Ferdinand, die Libertines oder Mando Diao sein. Wieso? Die Rhythmen, Gitarrenriffs und die Erscheinung der vier Mainzer ähneln den angesagten Indie-Rock-Bands aus dem europäischen Norden ganz schön. Gesungen wird aber auf Deutsch. Warum? Das erklärt euch besser Sänger Alexander im Video der Woche selbst.
Hier geht es zum Download: www.eventim.de/downloads
Kategorien: Garage, Indie, Konzert, Lauter!, Party, Punkrock, Rock, Rock n´Roll
Von: sven | 3. March. 2010, 9:06 am
65daysofstatic – Tage des Donners
Sheffield – 65daysofstatic sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Obwohl man sagen muss, dass die vier Jungs aus Sheffield einem nicht wirklich entgegenkommen und erst recht keine Geschenke verteilen. Doch wer Zeit für diese etwas eigenartig anmutende Musik findet, wird für seine Geduld tausendfach belohnt. Denn unter der undurchsichtigen Oberfläche warten grandios komponierte und zu Ende gedachte Tonlandschaften. Was 65daysofstatic mit ihrem Debütalbum “The Fall of Math” 2004 begannen, haben sie mit dem bisher letzten Release “The Destruction of Small Ideas” perfektioniert: Eine sonderbare Mischung aus Post- und Math-Rock, gepaart mit Drum’n'Bass- und Electronicaeinflüssen. Mal lärmig, mal groovig, dann wieder episch und nachdenklich. Dabei fügen sich gitarrenlastige Parts (Mogwai, Explosions In The Sky) und gesampelte Off-Beat-Elemente a la Aphex Twin wundersam zusammen. Obwohl 65dos mit diesem Konzept viele Kritiker überzeugt und sogar den Weg in die britischen Charts gefunden haben, sind sie nicht von ihrer DIY-Attitüde abgerückt. Vor der Veröffentlichung des zweiten Albums ließ man zahlreiche Majors abblitzen und blieb stattdessen beim kleinen Londoner Indie-Label Monotreme. Der Weg der Sheffield-Band zeigt trotzdem steil nach oben. Nach der Session bei Musik-Institution John Peel, folgte man The Cure als Vorband durch Nordamerika. Und das Beste zum Schluss: 65dos werden 2010 auch zweimal Spektakel und Chaos nach Deutschland bringen.
Kategorien: Alternative, Electro, Experimentell, Indie, Konzert, Noise, Postrock, Prog-Rock
Von: nora | 26. February. 2010, 4:11 pm
Klein, aber fein - die Clubhighlights der Woche
Ok, ok, wir geben es ja zu. Die Wochenübersicht fällt diese Woche tatsächlich sehr übersichtlich aus. Da quoll in Kalenderwoche acht einfach mal das Email-Postfach über, wir hatten zwei Krankheitsfälle in der Redaktion zu beklagen und es blieben nicht genug Hände und Ohren zum Bands hören und Blog schreiben übrig. Weniger in sich haben es unsere Clubhighlights der Woche deshalb trotzdem nicht.
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Mit „Hospice“ haben The Antlers 2009 ein durchweg überzeugendes Album auf den Markt geworfen. Das Trio aus Brooklyn begeistert mit rohen und zugleich zerbrechlichen Songs zwischen typischem Indierock und sphärisch-ausuferndem Post-Rock. Mehr über Platte und Band erfahrt ihr in Svens Blogbeitrag vom Mittwoch.
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Einen persönlichen Favourite der Redaktion bot diese Woche der Free MP3-Download auf www.eventim.de/downloads. Die Australier von Karnivool haben sich mit ihrem neuen Album „Sound Awake“ (VÖ 05.03.10) selbst übertroffen und elf grandiose, facettenreiche Progressive-Rock-Perlen geschaffen. Außerdem begeistert die französische Chamber-Pop-Band Revolver im Video der Woche sowohl mit ihren Songs als auch mit fröhlicher Unterhaltung.
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Fleißig, Fleißig, Mr. Skiba! Der Sänger der amerikanischen Punk-Band Alkaline Trio ist offenbar ein waschechter Workaholic. So reichen ihm das neue Album und die laufende US-Tour seiner Band als Beschäftigung noch lange nicht aus und er arbeitet so ganz nebenbei gleich an zwei Solo-Platten. Man darf gespannt der Dinge harren, die dabei herauskommen.
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Musik aus Husum klingt eigentlich so ein bisschen, als müsste mindestens „An der Nordseeküste“ auf dem Programm stehen. Turbostaat sind allerdings weit entfernt davon, schunkelige Heimatlieder aufzunehmen. Die fünf Neu-Flensburger Jan, Rotze, Marten, Tobert und Peter setzen dann doch lieber auf textstarken Punkrock. Ein Glück!
Kategorien: Alternative, Konzert, Lauter!, Musik, Prog-Rock, Punkrock
Von: dania | 26. February. 2010, 2:21 pm
Turbostaat - Husum, verdammt!
Hamburg - Im hohen Norden geht der Punk ab. Gleich mehrere Bands rocken die Jugendzentren in Husum. Doch Exil, Zack Ahoi und Unabomber gehören nicht zu den meistbeachteten Punkbands der schleswig-holsteinischen Kleinstadt. Einige Mitglieder dieser Combos geben sich damit nicht zufrieden und gründen Anfang 1999 ein neues Projekt: Turbostaat. Jan übernimmt das Mikro, Rotze und Marten spielen Gitarre, Tobert kümmert sich um den Bass und Peter haut auf’s Schlagzeug. Drei Alben bringen die Neu-Flensburger auf den Markt, die 2007er Scheibe “Vormann, Leiss” schafft es sogar in die deutschen Albumcharts. Im gleichen Jahr dann auch der erste Festivalauftritt bei Rock am Ring. Man freundet sich mit den Berliner Beatsteaks an, nimmt einen Song mit ihnen auf, der später auf deren Single “Hello Joe” seinen Platz findet, und darf sogar mit auf Tour. Bei ihrem letztjährigen Highfield-Auftritt kündigten Turbostaat ihr neues Album “Das Island Manöver” an, mittlerweile ist der Release für den 9. April bestätigt. Außerdem gehen die Nordlichter ab März auf große Deutschlandtournee. Die Musik ist Punk und die kreativen Songtexte sind ein zusätzlicher guter Grund, sich mit Jan, Tobi und Co. etwas genauer auseinander zu setzen. Turbostaat rocken, verdammt!
Von: sven | 24. February. 2010, 11:18 am
Emotionale Reise mit The Antlers
Um mit ihrem aktuellen Album “Hospice“ auf sich aufmerksam zu machen, haben The Antlers momentan die besten Voraussetzungen. Das Trio kommt nämlich aus Brooklyn, New York, der Keimzelle des modernen Indierocks. Zu ihren Labelkollegen bei Frenchkiss Records zählen gefeierte Szene-Bands wie The Hold Steady, Les Savy Fav und The Dodos. Eigentlich bestanden The Antlers bis vor Kurzem nur aus Peter Silbermann. Als dieser vor vier Jahren nach New York zog und sich in ungewollter Isolation wiederfand, kam er zum Entschluss, Songs zu schreiben und aufzunehmen. Seine dritte Platte war der letzte Ausbruchsversuch aus der Einsamkeit. Zusammen mit Michael Lerner und Darby Cicci nahm er “Hospice“ auf, ein faszinierend seltsames Meisterwerk, roh und zerbrechlich zugleich. Mit Songs, die sich zwischen typischem Indierock (“Bear“, “Two“) und sphärisch-ausuferndem Post-Rock (“Kettering“) bewegen, wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der die von ihm geliebte Frau durch Krebstod von sich gehen sieht. Doch was traurig klingt, birgt eine den Antlers eigene Schönheit in sich, der Silberman mit seiner mal kräftigen, mal ruhigen, erhabenen Falsettstimme Form und Ausdruck verleiht. Sympathisanten von Grizzly Bear und Band of Horses werden an The Antlers - “Hospice“ ihre Freude haben. Eine Platte für sonnige und wolkige Tage.
Kategorien: Alternative, Experimentell, Indie, Konzert, Postrock





