Tickets & Konzerte: News über Newcomer-Bands und Club-Shows aus Indie, Alternative, Pop und Rock.
Archiv der Kategorie ‘Indie’
Von: julianw | 24. August. 2010, 3:05 pm
Blood Red Shoes - tanzen, tanzen, tanzen,…
Brighton – Wie es dazu kommt, dass jemand in blutroten Schuhen durch die Gegend rennt? Keine Ahnung, aber eine mögliche Erklärung dafür könnte der unbändige Tanzwille sein, der aufkommt, wenn die Blood Red Shoes aus dem urbritischen Brighton ihren treibenden Punk-Groove von der Bühne aus verschießen. Dieser lässt einem nämlich keine andere Wahl, als einfach darauf loszutanzen bis endlich der letzte Akkord erreicht ist. “Endlich” auch nur deswegen, damit sich die abgenutzten Laufstelzen erholen können - der Kopf will mehr! Die textlichen Schwerpunkte der Blood Red Shoes liegen reichen von Zorn, Frustration und Entfremdung bis hin zu Psychosen, Konfusion und der Hoffnung auf einen Ausweg aus dieser - Themen, die mit dem melodisch-treibenden Groove des Duos eine explosive Mischung ergeben. Das Duo Laura-Mary Carter und Steven Ansell wetzt so seit dem Jahre 2005 durch die westliche Musikwelt und verschafft sich dabei zunehmend Gehör. Den deutschen Fans präsentierten sie ihre Alben “Box Of Secrets” und “Fire Like This” bisher auf mehreren kleinen Clubtouren und einigen größeren Festivals wie beispielsweise auch dem Hurricane. Neugierig geworden? Bloß gute Tanzschuhe anziehen! Achja: Der Name der Band greift eigenen Angaben nach zurück auf eine Probe Ginger Rogers’, in welcher sich der Musical-Star ihre weißen Treter blutig getanzt hatte - also doch!
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Von: sven | 19. August. 2010, 2:17 pm
Das Pack – Pogoesk schön
Hamburg – Wenn man dem lauscht, was Das Pack so auf Platte bringen, steigen in einem zwangsläufig zwei Fragen auf. Die erste: Wie bringen es zwei Leute fertig, ein solch groovendes, schwitzendes und metal-strotzendes Rock-Monster zu erschaffen? Die zweite: Wie lange haben die Jungs in ihrer Kindheit auf eine lebensgroße Tom Araya-Pappfigur starren müssen, um derart originelle und an Wahnsinn grenzende Songs zu schreiben? Wer dann weiter forscht, wird erfahren, dass es sich bei Das Pack um Flozze (Gesang, Steh-Schlagzeug) und Pensen (Bass, Gitarre, noch mehr Gesang) handelt. Da wird zu lesen sein, dass das Duo in seinen Songs zwischen schönen Indie-Melodien, tanzbarem Pop aber auch aggressiven Punkelementen und pogoesken Metalparts wandert. Stichworte wie Spaß, Gefühl, Energie und Können werden fallen. Und diejenigen, die das ganze Konstrukt am Ende überzeugt, werden zu keinem anderen Schluss kommen, als sich Flozze und Pensen einmal live ansehen zu müssen. Gelegenheiten gibt es ab Anfang Oktober genug. Denn da tourt Das Pack quer durch die Republik.
Kategorien: Alternative, Experimentell, Indie, Metal, Musik, Noise, Party, Pop, Punkrock, Rock, Rock n´Roll
Von: julianw | 13. August. 2010, 9:32 am
Ein verquertes “Miau!”
Melbourne – Wieder so ein wilder Mix verschiedener Musikstile, wieder so eine gute Band! Und ja, diesmal aus Australien: The Cat Empire treibt seit schnapszähligen elf Jahren sein Unwesen mit einem Mix, der von Ska und Reggae über Funk, sogar Jazz und HipHop bis hin zur guten, alten Rockmusik reicht – oft mit Latin-Anstrich! Was macht sie außerdem besonders? Die Australier haben zum Einen immer eine ganze Ecke Gastmusiker bei ihren Auftritten am Start, von denen die meisten mal abtauchen und dann wieder auftauchen, um das Katzen-Imperium zu unterstützen. Zum Anderen verstehen es die sechs-plus-x Mitglieder, bei ihren Live-Auftritten eine unvergleichliche Atmosphäre zwischen glückseligen Tanznummern und gedankenverlorenen, melancholieangehauchten Popstücken zu erzeugen, die manch einen Kritiker vermuten lässt, dass es sich bei der Combo vor ihrer Nase um die meistunterschätzte Band der Welt handeln könnte. Dabei haben die Aussies schon bei einigen Preisverleihungen ihren Auftritt gehabt; fairer Weise, so muss man sagen, sind die wirklich großen aber noch nicht dabei gewesen. In Deutschland hat das Großprojekt schon einen eingeschworenen Fankreis gefunden, der große Katzendurchbruch könnte aber mit ihren Gastspielen im Herbst endgültig gelingen. Wünschen wir es ihnen!
Kategorien: Alternative, Experimentell, Festival, Folk, Indie, Jazz, Konzert, Musik, Party, Pop, Psst!, Reggae, Rock, Uncategorized, hip-hop
Von: sven | 4. August. 2010, 3:46 pm
Menomena – Was Kermit nicht weiß…
Portland – Menomena: Ein Wort, das nach Angaben der dreiköpfigen Indie-Band gewählt wurde, weil es gut über die Zunge geht und dieses dann etwas Sexuelles suggeriert. Einem Gerücht zufolge soll der Bandname auf dem allseits bekannten und beliebten Muppet Show-Song “Mah Nà Mah Nà” von Piero Umiliani basieren. Und wenn dieses Gerücht nicht stimmt, so ist es zumindest sehr schön erfunden. Aber zum Thema! Seit mittlerweile zehn Jahren spielen Brent Knopf, Justin Harris und Danny Seim nun schon ihre etwas eigene Interpretation von Indie-Rock. Mit dem dritten Album “Friend or Foe“ erhielt das Trio 2007 endlich auch das Schulterklopfen der Kritiker und sogar eine Grammy-Nominierung (Best Recording Package). Zu hören gibt es dabei - wie auch auf dem aktuellen Album “Mines“ - mal luftigen, straighten Rock, mal aufgeregt-fordernden, experimentellen Punk, aber auch jazzige Elemente, eingestreute Funk-Rhythmen und die genialen Schlagzeugparts Danny Seims. Zusammengehalten von der bandtypischen Emotionalität, vorgetragen mit Liebe zum Detail und für innovative Momente. In Deutschland sind Menomena noch ein Geheimtipp. Vielleicht ändert sich das ja, wenn die Portland-Band im November in Dortmund, München und Köln zu Gast ist.
Kategorien: Alternative, Electro, Experimentell, Indie, Indietronic, Jazz, Konzert, Musik, Pop, PostPunk, Punkrock, Rock, Uncategorized
Von: nora | 3. August. 2010, 9:09 am
Les Savy Fav brauen Limonade
New York – Dass im Musikbusiness nicht immer alles glatt läuft, dürfte ja bekannt sein. Wie man mit den Zitronen, die das Musikerleben bereit hält, vorbildlich umgeht, beweisen gerade die New Yorker Indie-Rocker von Les Savy Fav. Deren neues Werk “Root For Ruin”, das eigentlich erst im September erscheinen sollte, fand sich plötzlich jetzt schon als illegale Download-Version im Internet. Statt jedoch über das Unglück sinnlose Tränen zu vergießen, macht die Band das Beste aus der Situation. Zum einen ist das Album nun bereits ab heute offiziell als digitale Version erhältlich und es ist möglich, das physische Album beim Label Frenchkiss vorzubestellen, zum anderen appelliert das Quintett mit einem Augenzwinkern an das Schuldbewusstsein der Fans. Unter http://lessavyfav.com/rootforruin können jene, die das Album bereits runtergeladen haben, ihre Verfehlung wieder gut machen. “Ok, du hast also unser durchgesickertes Album runtergeladen. Wenigstens weißt du jetzt, wie fantastisch es ist. Wir sind uns sicher, dass du verzweifelt nach einer Möglichkeit suchst, uns dafür zu bezahlen. Hier – spende uns etwas Geld und sei frei von Schuldgefühlen – für die Platte. Bezahle mehr und dir werden außerdem deine sexuellen Sünden usw. vergeben und wir werden Jesus sagen, er soll dir Kekse schicken”, heißt es auf der Seite. Außerdem stellen Les Savy Fav ein spezielles “Leaked Edition Artwork” bereit. Wenn dabei nicht jede Menge Limonade rauskommt…
Kategorien: Alternative, Indie, Musik, Rock
Von: nora | 30. July. 2010, 3:20 pm
Von Weißwürsten und Gitarren-Glückspilzen …
Hamburg – Welche Band verwöhnt ihre Fans am meisten? Was stellt einer auf die Beine, der quasi mit einer Gitarre statt mit einem Teddybär in der Wiege aufgewachsen ist? Kann jemand, der aussieht wie ein Metaller auch Südstaaten-Rock liefern? Was halten Arcade Fire von U2? Und wie schmecken eigentlich Weißwürste mit Balkan-Sauce? Ganz ehrlich - die Antwort auf die letzte Frage müsst ihr schon selbst herausfinden. Den Rest haben euch Lisa, Julian, Sven und ich diese Woche heiß serviert. Wohl bekommt’s!
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Denkt man an Bayern, so vielleicht auch an Weißwurst, Weizenbier, immer noch Edmund Stoiber und den Rekordmeister. Gut, vielleicht noch an die Sportfreunde Stiller…Aber an Balkanbeats? Nicht unbedingt! Ein Fünfer aus dem Chiemgau ist gerade dabei, diese Sicht der Dinge zu verändern. LaBrassBanda mischen seit 2007 die Musikwelt auf und haben schon die eine oder andere wilde Tour hinter sich.
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Über seine Lieblingsband möchte man einfach alles wissen. Am liebsten möchte man seine Band rund um die Uhr bei sich haben! Die Fans der Donots können das auch, da sich die Jungs von Podcast bis Videoblog immer wieder Neues einfallen lassen… Lies mehr und “Donot your life!”
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Nix für Neidhammel! Robert Francis bekam seine erste Klampfe mit neun Jahren von der Slide-Gitarristen-Legende Ry Cooder in die Hand gedrückt und durfte sich das Spielen auch noch von Ex-Chili-Pepper John Frusciante persönlich beibringen lassen. Was dabei herausgekommen ist hört ihr euch am besten selbst an. Den Song “Mescaline” von seinem aktuellen Album “Before Nightfall” könnt ihr unter www.eventim.de/downloads for free abstauben.
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Ist einem Molly Hatchet bisher noch nicht über den musikalischen Weg gelaufen, könnte man anhand des Artworks meinen, man hätte eine Scheibe der neuesten True-Metal-Sensation in der Hand. Dass damit aber ein großer Irrtum vorliegt, beweisen die Musiker aus Jacksonville mit ihrem Album “Justice”, das dem Player lange vermissten, feinsten Südstaatenrock liefert.
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Auf nichts kann man sich mehr verlassen. Wer bisher dachte, Arcade Fire und U2 würden sich nicht mal im Fahrstuhl grüßen, muss nun umdenken. AF-Frontmann Win Butler fand nichts als lobende Worte für sein Pendant bei den irischen Rockern. Warum, wieso und hä? – Lest mehr…
Kategorien: Alternative, Balkan, Blues, Folk, Indie, Konzert, Lauter!, Musik, Rock
Von: sven | 30. July. 2010, 3:10 pm
Arcade Fires Win Butler: Lob für Bono und George W.
Montréal – Bisher durfte mit Fug und Recht behauptet werden, dass Kanadas führender Indie-Export Arcade Fire und die irischen Stadion-Rocker von U2 an den zwei entgegengesetzten Enden des Musikkosmos zu verorten sind. Bisher! Im Interview mit NME.com fand Arcade Fire-Frontmann Win Butler nichts als lobende Worte für seinen Kollegen Bono. Freilich bezog sich das Lob nicht auf das musikalische Schaffen der Band U2, sondern vielmehr auf die Wohltätigkeitsaktivitäten und den Mut ihres Sängers. “Auch wenn viele Leute Bono runtermachen, ich werde ihm ewig Respekt dafür zollen, dass er sich bei George W. Bush während seiner Zeit als Präsident eingebracht hat“, so Butler. Bono hatte sich während der zwei Amtszeiten mehrere Male mit Bush getroffen und unter anderem dazu beigetragen, ein fünf Milliarden Dollar schweres Hilfspaket für die ärmsten Länder der Welt auf den Weg zu schicken. “Die Aids-Medikamente für Afrika, jeder Aspekt der amerikanischen Außenpolitik – das war schon verdammt viel mehr als jeder Präsident davor getan hat”, lobt Butler weiter. “Bono hat sich in Sachen reingehangen, auch in Zeiten, als es vielleicht nicht ideal war. Das ist nicht meine Sache, aber ich werde niemals jemanden anfeinden, wenn er versucht hat, sich in dieser Welt einzubringen.“ Vielleicht kann Bono nach anhaltenden Rückenbeschwerden ein bisschen Schulterklopfen auch ganz gut gebrauchen.
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Von: sven | 23. July. 2010, 2:17 pm
Das Leben ist kein Open Air
Hamburg – Wenn Nora noch letzte Woche den Sommer-Blues singen wollte, so ist es nun an der Zeit, endgültig die letzten grauen Wolken wegzupusten. Zwar macht das Wetter dieses Wochenende nicht mehr so richtig mit, aber nach der all der Hitze wird ein bisschen Abkühlung sicher auch nicht schädlich sein. Das Leben ist halt kein Open-Air-Festival und so gibt es neben Sublime und den Fantastischen Vier mit Hurts, We Are Scientists und den Fat Wreck-Bands auch ein paar Highlights dieser Woche nur unter dem Dach!
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Sublime kommen wieder auf Tour! Nach dem tragischen Tod des Frontmanns Bradley Nowell war es still um die Reggae-Punks geworden. Nun ist die Legende mit Sänger und Gitarrist Rome Ramirez wieder unterwegs. Und die Fans können sich auf Klassiker von den Alben “40 Oz. to Freedom“, “Robbin’ The Hood“ oder “Sublime“ freuen!
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“Happiness” heißt das Debütalbum der britischen Elektroniker Hurts. Von der Tageszeitung “The Guardian“ wurden Theo Hutchcraft (Gesang) und Adam Anderson (Synthesizer) schon vor Veröffentlichung der Platte zur “Band of the Day“ gewählt. Nun wollen die beiden auch das europäische Festland erobern. Den Song “Better Than Love” gibt es diese Woche als kostenlosen Download auf www.eventim.de/downloads!
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Denkt mal an eure Jugend zurück! Seht ihr bunt gefärbte Haare, Doc Martens, Skateboards, Band-T-Shirts und Dosenbier? Falls ja, dann steht ihr bestimmt auch auf Fat Wreck Chords, das legendäre Punk Label aus San Francisco!
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Die ersten Songs der New Yorker entstanden auf Servietten gekritzelt in einer langen Kneipennacht. Mittlerweile wollen We Are Scientists die Schweiz in die Bahamas verlegen und stattdessen mit Jetskis auf Schokolade fahren. Mal sehen, auf welche verrückten Ideen die Band bei ihren Clubkonzerten im August noch so kommt.
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Zum Abschluss der Woche gibt es noch ein besonders Schmankerl! Die HipHop-Urgesteine von den Fantastischen Vier spielen ein exklusives Open Air in München. Und auch wer keine Karte hat, kann live dabei sein. Denn: Die Tempodome Live Stage überträgt es Konzert live und in voller Länge heute ab 21:05 Uhr. Zum Stream geht es hier.
Kategorien: Alternative, Electro, Electropop, Experimentell, Festival, Indie, Konzert, LIVESTREAMING, Musik, Punkrock, Uncategorized, hip-hop
Von: dania | 22. July. 2010, 3:09 pm
We Are Scientists - very british, diese New Yorker
New York - Als ich We Are Scientists das erste Mal hörte, freute ich mich über eine weitere tolle Entdeckung aus Englands Musiklandschaft. Doch nichts ist so, wie es scheint. Denn Keith Murray, Chris Cain und Michael Tapper (mittlerweile ersetzt durch Andy Burrow, Ex-Razorlight-Schlagzeuger) sind waschechte Amis, studierten gemeinsam in New York und gründeten ihre Indie-Rockband bereits im Jahre 2000. Im wahrsten Sinne des Wortes war das eine Schnapsidee. Der Gedanke, eine Band zu gründen kam den Dreien an einem Kneipenabend. Sie kritzelten die lustigsten Liedtitel auf eine Serviette und entschieden, dass es nicht würdig wäre, diese einfach so vergammeln zu lassen. Den passenden Bandnamen lieferte ihnen ein Spediteur beim Umzug der Musiker in ein gemeinsames Haus. “Are You Brothers?” fragte er berechtigterweise. Als dies verneint wurde, wagte er einen weiteren Versuch: “Are You Scientists?” - genial, so einfach kommt man also zu einem Bandnamen. Und wie es sich für Wissenschaftler gehört, hat die Band auch sonst so einige wirre Ideen. So würde sie gerne die Schweiz ausstanzen und in die Bahamas verlegen. Der entstandene Hohlraum würde ganz einfach mit Schokolade aufgefüllt, auf der man dann Jetski fahren könnte. Nach der Veröffentlichung des aktuellen Albums “Barbara” (VÖ 18.06.) kommen We Are Scientists im August für einige, wenige Konzerte nach Deutschland. Also auf in die Clubs, ihr “schlauen, kritischen Geister mit exzellentem Geschmack und geilen Körpern” (O-Ton der Band)!
Von: sven | 15. July. 2010, 2:44 pm
Wolf Parade – O Canada
Montréal – Wieder Kanadier, wieder aus Montréal und wieder Sub Pop Records! Dieses Label scheint Qualitäts-Indiebands magisch anzuziehen. Postal Service, Grand Archives, Foals – und Wolf Parade. Der Sound dieser Band liegt nicht zufällig zwischen Arcade Fire (Label-Kollegen) und Modest Mouse, deren Sänger Isaac Brock die aktuelle Platte “Expo 86“ produziert hat. Das Besondere: Wolf Parade entstand aus dem Zusammentreffen zweier äußerst begabter Songwriter mit einzigartigen Stimmen. Während Spencer Krug mit seinem fragilen, klagenden, aber dennoch druckvollen Gesang den Songs einen sehr eigen klingenden Touch verleiht und oft auf abrupte Elemente setzt, klingen Dan Boeckners Parts (etwas) unaufgeregter, aber nicht minder eigen. Nach mittlerweile drei veröffentlichten Alben haben es die Kanadier geschafft, ihrem ohnehin schon eingängigen Sound an manchen Stellen etwas hymnenhaftes zu verleihen. Was bleibt, sind die Genialität der Songs und eine gesunde Portion Verrücktheit. Wolf Parade bewegen sich dabei jenseits von Abgehobenheit und vorgeschobener künstlerischer Coolness. So kann Jeder auch ohne Indie-Diplom und Skizzen auf Millimeterpapier zur Musik der Kanadier abfeiern. Übrigens sind Wolf Parade in der nächsten Ausgabe unserer Clubacts als “Band der Woche“ vertreten und obendrein dieses Jahr noch bei zwei Deutschland-Shows zu bestaunen.
Kategorien: Alternative, Electropop, Experimentell, Indie, Indietronic, Musik, Party, Pop, Rock







