Tickets & Konzerte: News über Newcomer-Bands und Club-Shows aus Indie, Alternative, Pop und Rock.
Archiv der Kategorie ‘Hardcore’
Von: sven | 18. August. 2010, 3:05 pm
Youth of Today – Back in Town
New York City – Ok, mit Superlativen muss man vorsichtig umgehen. Aber hier handelt es sich um keine geringeren als Youth of Today! Eine Band, die mit vielleicht einer Hand voll anderer Combos die Musikrichtung Hardcore entscheidend geprägt hat. Wo fängt man da an? Vielleicht damit, dass Ray Cappo (Shelter, Better Than A Thousand, Story Of The Year), John Porcelly (Judge, Gorilla Biscuits) und Sammy Siegler (CIV, Rival Schools, Limp Bizkit) seit einer halben Ewigkeit wieder zusammen auf Tour gehen. Oder damit, dass die Jungs um Sänger Ray wie kaum eine andere Band ihrer Zeit durch positive, glaubwürdige Botschaften überzeugt haben. Durch Musik, die Aufklärung, Selbstbestimmung und Respekt vermitteln sollte und affektierte Hasstiraden und vorgeschobenes Bad-Boy-Gehabe nicht brauchte und wollte. Vielleicht sollte man aber auch zu Beginn schon auf die unglaubliche Bühnenpräsenz und die legendären Live-Shows der New Yorker Old-School-Heroen verweisen. Auf der anderen Seite sind Anfänge eh überschätzt. Schaut euch Ray Cappo und die legendären Youth of Today einfach an, wenn sie Mitte September mit den Spermbirds durch Deutschland touren und die alten Hits spielen.
Kategorien: Hardcore, Konzert, Punkrock, Uncategorized
Von: julianw | 11. August. 2010, 3:11 pm
Nichts für schwache Nerven!
Richmond – Manche werden sagen „Ja, ja, auch das muss es geben“, andere werden es nicht verstehen und wieder andere können es kaum erwarten, an einem Konzert teilzunehmen, das eher einer Splatter-Orgie ähnelt als einem Rock-Konzert. So eine Splatter-Orgie versprechen die Jungs von Gwar. Schon seit 1984 verspritzt die Band aus Richmond/Virginia in fragwürdigen bis skandalösen bzw. einfallsreichen bis abgefahrenen Kostümen (künstliche?) Körperflüssigkeiten ins Publikum. Aber kommen wir zum Eigentlichen: Dass Gwar kein Streicherquartett ist, kann man sich denken. Vielmehr konzentriert sich die Combo auf das geplante Chaos: Anfangs noch mit recht kurzen Hau-Ruck-Punk-Stücken am Start, wandelten sie sich später zu einer hardcorelastigen Crossover-Thrash-Kapelle. Zwischendurch noch eine ordentliche Portion Metal dazu und –schwupps– hätten wir das angesprochene, geplante Chaos. Mindestens so wichtig wie der Sound sind aber die erwähnten Kostüme und rasanten Bühnenshows: In albtraumhaften Verkleidungen werden albtraumhafte Handlungen an gedoubelten Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses wie etwa O. J. Simpson, George W. Bush, Paris Hilton oder auch Arnold Schwarzenegger nachgeahmt – was genau? Fantasie benutzen und hingehen! Selbstverständlich handelt nicht jeder Song von der letzten gescheiterten Liebesbeziehung und selbstverständlich wird auch die eine oder andere Liebesbeziehung eines Gwar-Fans auf die Probe gestellt werden – wer aber den provokativen Stil der Band nachempfinden kann, wird auf einem Konzert jede Menge Spaß haben! Achja, die Schock-Rocker wurden auch zweimal für einen Grammy nominiert. Verständnis finden die sechs Musiker also durchaus!
Kategorien: Alternative, Experimentell, Hardcore, Metal, Noise, Party, Punkrock, Rock, Uncategorized
Von: nora | 4. August. 2010, 4:08 pm
Free MP3-Download von Disco Ensemble – Reif für die Insel?
Pori - Dreht die Boxen auf! Denn Disco Ensemble machen ihrem Namen eigentlich keine Ehre. Die Finnen haben es nämlich mehr mit Post-Harcore und Punkrock als mit Glitzeroutfits und Plateauschuhen. Also heißt es für Fans der nicht ganz so sanften Klänge, Sachen packen und “auf zur ‘Island of Disco Ensemble’”. Die Wettervorhersage ist allerdings rau: An der “Bay of Biscay” peitschen irrwitzig verzerrte Gitarren aus einer “Pitch Black Cloud” und an “Get Some Sleep” ist nicht zu denken, wenn hier “So Cold” der Drumhagel niedergeht. Das klingt alles etwas durchgeknallt? Gut so, das tun Disco Ensemble, die für unsere Download-Aktion das Album der Woche liefern, nämlich auch! Aber keine Angst, wir schicken niemanden ohne “Protector” auf die Insel – das ist nämlich ab für diese Woche unser Free-MP3-Download unter www.eventim.de/downloads. Gute Reise!
Von: lisa | 21. July. 2010, 2:06 pm
Fat Wreck Chords: Zeit für legendär!

Hamburg - Denkt mal an eure Jugend zurück! Seht ihr bunt gefärbte Haare, Doc Martens, Skateboards, Band-T-Shirts und Dosenbier? Falls ja, dann steht ihr bestimmt auch auf Fat Wreck Chords!
Fat Wreck Chords ist eines der legendärsten Punkrock-Labels.
Nicht nur, weil sein Begründer Fat Mike das legendärste Mitglied von NOFX ist, einer der legendärsten Punkbands aller Zeiten, sondern auch weil Fat Wreck Chords seit den frühen 90er Jahren eine Punklegende nach der anderen produziert.
Bekannt ist Fat Wreck für Skatepunk -Bands, unter Vertrag sind aber auch Ska-Punk- und Hardcore-Bands, deren bekannteste Vertreter u.a. Rise Against, Sick Of It All, Anti Flag und Me First And The Gimme Gimmes sind. Außerdem setzen sich Fat-Wreck-Bands für Aktionen wie „Punk Voter“ ein, um das politische Interesse unter jungen Punkhörern zu fördern.
Bis heute ist das Label aus San Francisco der Spezialist für beste Punkrock Sounds aus der ganzen Welt, von dessen Qualitäten ihr euch auch live überzeugen könnt!
Fat Wreck Bands auf Tour:
Dead To Me
09.10.10 Essen
TICKETS
Lagwagon & No Use For A Name
23.07.10 Hamburg
28.07.10 Lindau
04.08.10 Berlin
TICKETS
NOFX
17.08.10 München
The Real McKenzies
07.09.10 Bremen
09.09.10 Köln
TICKETS
Von: sven | 8. June. 2010, 4:26 pm
Converge – Revolutionäres Chaos
Salem, Massachusetts – “Converge are this generation’s Black Flag.” Wenn selbst das einflussreiche und Radiohead-verliebte Indie-Onlinemagazin Pitchfork einen solchen Ritterschlag erteilt, muss bei den vier Jungs um Sänger Jacob Bannon doch einiges im Argen liegen. Und in der Tat: Wie nur wenige Bands haben es Converge verstanden, ihr eigenes Genre zu kreieren, es wieder zu sprengen und neu zu erfinden. Die musikalischen Erzeugnisse der Band lagen und liegen dabei in einer eigenen Sphäre, irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Metal. So mancher wird beim ersten Hören erstmal schlucken müssen: Schreigesang, polyrhythmisches Schlagzeug-Gewitter, Gitarren-Eruptionen. Wenn man sich dann allerdings etwas mehr Zeit für diese recht eigenen Songs nimmt, werden Muster erkennbar. Das vermeintliche Chaos gewinnt an Struktur und offenbart ein hohes Maß an Innovation. Seit 1990 prägen Converge mit diesem Stil die Genres – durch revolutionäre Musik, durch Texte, die als Lyrik verstanden werden müssen, und nicht zuletzt durch die legendären Liveauftritte von Bannon und Co. Nicht viele Bands bringen ein solches Maß an Energie in die Clubs - und nicht viele Bands können einem Vergleich mit Black Flag standhalten. Doch Henry Rollins lässt den Mittelfinger in der Tasche und gibt sein OK, denn Converge können. Aber überzeugt euch selbst: Ab Ende Juli darf die Band mit neuem Album im Gepäck auch viermal in Deutschland bewundert, bestaunt und erlebt werden.
Kategorien: Alternative, Experimentell, Hardcore, Konzert, Metal, Noise, Punkrock, Rock, Screamo, Uncategorized
Von: sven | 19. May. 2010, 3:11 pm
ISIS – Good Night And Good Luck
Boston – Nach 13 Jahren und fünf Alben haben die Post-Rocker von ISIS in den gestrigen Abendstunden ihre Auflösung bekannt gegeben. Damit verlässt eine der einflussreichsten Bands des Genres klammheimlich und gewohnt bescheiden die Bühne. In einem offiziellen Statement auf der MySpace-Seite der Bostoner heißt es: “ISIS haben ihr Ende erreicht. […] Dieses brach nicht über Nacht herein und es gab auch keinen verheerenden Bruch innerhalb der Band. Einfach gesagt: Mit ISIS haben wir alles gemacht, was wir uns jemals vorgenommen haben - haben alles gesagt, was wir jemals sagen wollten. Im Interesse, die Verbundenheit, die wir für diese Band, für uns, für die Musik, die wir gemacht haben, und all die Leute, die uns unterstützt haben, zu erhalten, ist es Zeit, das Ganze abzuschließen.“ Nach mehreren gemeinsamen Sessions wurde die Band 1997 von fünf Freunden in Boston gegründet. Beeinflusst von den Genre-Vorreitern Neurosis und Godflesh schafften es ISIS, Post-Rock- und Sludge-Metal-Elemente mit eigenen Ideen zu verbinden und einen erfolgreichen eigenständigen Stil zu entwickeln. Das letzte Album “Wavering Radiant“ kam im Mai 2009 in die Plattenläden und kletterte bis auf Platz Zehn der amerikanischen Indie-Charts. Zu den Nebenprojekten der Mitglieder zählen Red Sparowes, Old Man Gloom und Pig Destroyer. Nach einigen noch ausstehenden Nordamerika-Shows fällt für ISIS dann in Montreal der letzte Vorhang. Im Gegensatz zu vielen anderen haben die Fünf erkannt, wann Schluss sein muss und den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst: “Wir haben uns schon früh geschworen, dass wir unser Bestes tun werden, dass ISIS nicht diesem Syndrom verfällt.“ Die Bostoner haben einen stilvollen Abgang hingelegt und werden also zukünftig nicht Gefahr laufen, in einem Atemzug mit Matthäus, Mixa und Kohl genannt zu werden.
Kategorien: Alternative, Experimentell, Hardcore, Indie, Metal, Musik, Prog-Rock
Von: nora | 14. April. 2010, 1:52 pm
Free MP3-Download von Hellsongs – Hauchzarte Metal-Hymnen
Hamburg - Metal-Klassiker im Lounge-Stil, funktioniert das? Hellsongs beweisen – ja! Von Doublebass-Hagel und kreischenden E-Gitarren sind die drei Schweden mit ihrem Sound ebenso weit entfernt wie äußerlich von in die Jahre gekommenen Herren in Lederkluft. Dem Metal haben sich Siri Bergnéhr, Johan Bringhed und Kalle Karlsson mit ihren „Hymns in the Key of 666“ auf ganz andere Weise verschrieben. Die drei Schweden kleiden Klassiker von Bands wie Metallica, AC/DC oder Black Sabbath in ein softes Lounge-Gewand und unterlegen sie mit Elektroorgel- und Akustikgitarrenklängen. Darunter auch den TNT-Song „10.000 Lovers (in one)” - unseren Free MP3-Download der Woche, zu finden unter www.eventim.de/downloads.
Statt eines Videos stellen wir denjenigen, die sie noch nicht kennen, unsere Band der Woche vor: Alexisonfire. Die Kanadier begeistern mit ihrem impulsiven und melodischen Sound sowie mit dem Verzicht auf typische Äußerlichkeiten, denen andere Post-Hardcore-Bands manchmal mehr Aufmerksamkeit zu schenken scheinen als ihrer Musik. Im Juni und Juli sind George Pettit und Co live in Hamburg und Berlin zu sehen.
Hier geht es zu den Clubacts der Woche.
Kategorien: Alternative, Experimentell, Folk, Hardcore, Metal, Musik
Von: sven | 12. April. 2010, 2:09 pm
The Ocean – Kollektive Tiefe

Berlin – „Oceanland“ ist das Portal und der Schlüssel für den musikalisch-künstlerischen Kosmos der Berliner Band The Ocean. „Oceanland“ heißt der Komplex aus Probe-, Schlaf- und Aufnahmeräumen, den der Gitarrist und Songwriter Robin Staps im Keller einer ehemaligen Aluminiumfabrik nach der Jahrtausendwende zusammen mit einer Hand voll Musikern bezogen hatte. In den nächsten anderthalb Jahren entstand das musikalische Konzept, das die Band seitdem verfolgt. Jedes der bisher veröffentlichten sechs Alben lässt die Komplexität der kreativen Prozesse erahnen, die für diese epischen Klangwelten irgendwo zwischen Post-Rock und Metal notwendig sind. Es ist unmöglich zu schätzen, wie viele Ideen über die Jahre verworfen worden sind. Die Band spricht von ihrer Musik als „Ambient Soundtrack Doomrock“. Schreigesang, ruhige instrumentale Parts, geniale Spannungsbögen und Metal-Eruptionen: Wer in die Tiefen dieser Songs hinabtaucht, wird Gewalt und Schönheit, Traumbilder und Ungeheuer sehen. Für die Aufnahmen der Alben „Fluxion“ und „Aeolian“ wurde beispielsweise ein gesamtes Orchester mit acht Geigen, fünf Celli, Klarinetten und Flöten klanglich abgebildet. „The Ocean Collective“, der vollständige Name der Band, steht nicht zuletzt auch für die mehr als 40 Musiker, die bei Studioaufnahmen oder bei Liveauftritten der Berliner mitgewirkt haben. Nach knapp 400 Shows (u.a. mit Isis, Cult Of Luna und The Black Dahlia Murder) sind The Ocean eine der meistbeachteten Bands des Genres und live ein kathartisches Monster, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Kategorien: Experimentell, Hardcore, Konzert, Metal, Noise, Postrock, Prog-Rock, Rock, Sludge
Von: kathrin | 10. March. 2010, 4:54 pm
Free MP3-Download von Lapko – Aggressive Melancholie

Hamburg – Die haben echt die Ruhe weg, die Finnen. Eigentlich sind die drei Herren von Lapko schon seit 1996 als Rockband musikalisch aktiv, brachten aber bisher gerade einmal drei Alben heraus. Nach der letzten Platte „Young Desire“ 2007 erscheint im März dieses Jahres nun endlich ihr viertes Werk. Und da hat sich wohl ganz schön was angestaut. Mit ihrem neuen Album „A New Bohemia“ präsentieren Lapko elf energiegeladene, raue Alternative-Rock-Songs, die eine düstere Romantik in sich tragen. Vor allem die Falsettstimme des Sängers Ville Malja trägt zu diesem speziellen Touch bei. Das Label Fullsteam Records beschreibt die Musik von Lapko übrigens mit den Worten „Aggressive Melancholie“. Wer wissen will, wie sich das anhört, sollte sich den wohl hitverdächtigsten und eingängigsten Track des Albums, „I Shot The Sheriff“ (Nein, kein Cover des bekannten Bob Marley-Songs!) herunterladen, der als kostenloser Download unter www.eventim.de/downloads erhältlich ist.
Es ist wirklich erstaunlich, wie der Isländer Olafur Arnalds es schafft, einerseits mit einem Techno-Projekt ordentlich Gas zu geben und andererseits so wunderschöne und zerbrechliche Piano- und Streichersounds zu kreieren, die vollkommen entspannen und einen in Träume versinken lassen. Neugierig geworden? Im Video der Woche erfährst Du weitere interessante Details über den 21 Jahre alten Ausnahmekünstler.
Hier geht es zum Download: www.eventim.de/downloads
Kategorien: Alternative, Hardcore, Indie, Konzert, Pop, Psst!, Rock
Von: sven | 12. February. 2010, 4:52 pm
Japandroids - Keine Zeit für Langeweile
Vancouver - Japandroids, oder der Einfachheit halber JPNDRDS genannt, sind ein zweiköpfiges, vierarmiges Indie-Garage-Monster aus Vancouver, Kanada. Die Band besteht aus den beiden Uni-Freunden Brian King (Naturwissenschaften und Gitarre) und David Prowse (Anthropologie und Schlagzeug). So interessant Bandname und Background klingen, so interessant ist auch das 2009er Debütalbum „Post-Nothing“. Eine energiegeladene Platte irgendwo zwischen Indie-Punk und Garage-Emo. In acht Hymnen auf knapp 36 Minuten gibt es kein Verschnaufen, kein Innehalten und garantiert keine Langeweile. Hits wie “Young hearts spark fire” oder “Rockers East Vancouver” weigern sich schon nach erstmaligem Hören, Ohr und Kopf wieder zu verlassen. Dass King/Prowse auch textliche Leichtigkeit nicht vermissen lassen, beweisen folgende Zeilen: „We used to dream / now we worry about dying / I don’t want to worry about dying / I just want to worry about those sunshine girls“. Wer nach dem ersten Hören von „Post-Nothing” noch auf dem Stuhl sitzt, sollte sich Japandroids live ansehen und aufpassen, dass ihm/ihr die Kinnlade nicht auf die Knie fällt.
Kategorien: Alternative, Garage, Hardcore, Indie, Konzert, Musik, Noise





