Von: kathrin | 22. December. 2009, 3:02 pm

Hamburg – Mucksmäuschenstill ist es derzeit bei den Strokes. Nach ihrem dritten Album „First Impressions of Earth“ gab es musikalisch nichts Neues von den amerikanischen Garagenrockern. Da kann dem einen oder anderen Bandmitglied natürlich schon mal langweilig werden. So auch dem Frontmann Julian Casablancas. Im November veröffentlichte der schlaksige Bursche seine erste Soloplatte „Phrazes for the Young“ und tobte sich so richtig aus. Da hört man auch mal quietschige Keyboardklänge, Afrobeats und Dancehall-Sounds.
Julians Stilmix ist auch der Grund, warum er nun auf Solopfaden wandelt. Der Intro verriert er: „Ich wollte ja eigentlich nie ein Soloalbum machen, sie hätten also sehr gut Strokes-Songs werden können. Ich habe sie der Band auch vorgespielt und gefragt, ob sie sie wollen - aber sie waren nicht interessiert. Ich wollte sie aber nicht aufgeben, also musste ich handeln.“. Gesagt, getan. Für Strokes-Fans sicherlich gewöhnungsbedürftig, auch wenn Mr. Casablancas bei seinem Solodebüt nicht gänzlich auf den schnodderigen Garagenrock verzichtet. Doch Synthieklänge in 80er-Jahre-Manier sind vor allem in der ersten Singleauskopplung „11th Dimension“ sehr präsent. Das muss nicht schlecht sein - live garantieren Julian Casablancas Songs sicherlich einen großen Spaß-Faktor!
Übrigens, auch die anderen Mitglieder der Strokes liegen nicht auf der faulen Haut. Nahezu jedes Mitglied hat mindestens ein Album veröffentlicht, wie etwa der Gitarrist Albert Hammond Jr. sein zweites Solowerk „¿Como Te Llama?” im Sommer 2008. Und noch was: Man munkelt, dass die Strokes im Januar wieder im Studio stehen, um am vierten Album zu werkeln. Ob die wieder den gewohnten schrammeligen Gitarrensound bieten, oder sich nun auch anderen Musikgenres bedienen, bleibt abzuwarten.
Julian Casablancas Ticketalarm
Kategorien: Indie, Rock, Rock n´Roll, britpop
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